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Kultur

Disney, Kunst, Religion und die Presse - Kultur in Hongkong

Bis vor wenigen Jahren war Hongkong noch weitgehend eine Kultur-Wüste. Erst durch die Öffnung für den Tourismus aus dem Mutterland wurden auch in Hongkong viele kulturelle Einrichtungen geschaffen. Da sich Hongkong auch zukünftig als Touristenstadt und Attraktion präsentieren möchte, tätigte Hongkong gerade im kulturellen Bereich einige Investitionen.

Die größte Investition ist sicherlich Disneyland. Daneben gibt es seit zwei Jahren auch eine Seilbahn zum großen Buddha - eine weitere Touristenattraktion in Hongkong. Das kulturelle Programm ist allerdings nicht nur durch die Touristenattraktionen bestimmst, sondern auch durch zahlreiche Musik- und Filmveranstaltungen.

Das Hongkong Cutural Centre bietet seinen Besuchern neben westlichen Opern, Chören und Symphonien renommierter Orchester auch traditionelle chinesische Konzerte und Opern als Teil des Kulturprogramms. Langsam scheint sich auch eine Kunstszene und Alternativszene in Hongkong zu entwickeln; mittlerweile entsteht eine Reihe von Galerien. Viele Kunstfotografen zeigen ihre Werke beispielsweise in kleinen Hinterhofgalerien, aber auch das Goethe-Institut versucht immer wieder, moderne chinesische Kultur mit europäischen Elementen darzustellen.

Viele Experimentalmusiker treten in Bars in Wachau oder Mong Kok auf und weltweit renommierte DJ-s zeigen in Kwung Tong ihre Kunst. Zu den Highlights von Hongkongs Kultur gehören die zahlreichen Museen; etwa das Geschichtsmuseum, das Kriegsmuseum sowie das Transportmuseum. Sie erzählen in sehr anschaulicher und interaktiver Weise die Geschichte Hongkongs und die kulturellen Entwicklungen der Stadt. Die Regierung und das „Tourism Board" werden weiter viel Geld in kulturelle Einrichtungen investieren, um die Attraktivität von Hongkong vor allem für Touristen weiter zu erhöhen. Von diesen Investitionen werden natürlich auch die Bürger in ihrem kulturellen Leben profitieren.

Religiöse Kulturen und Kirchen

Hongkongs religiöse Kultur ist vielfältig. Mehr als zehn Prozent der Bevölkerung sind Christen, was in den zahlreichen Kirchen Hongkongs zum Ausdruck kommt. Die größte und älteste ist die St. Johns Kathedrale gleich neben der Bank of China. Allerdings gibt es in Hongkong zahlreiche Aufspaltungen der Kirche, nicht nur in katholisch und evangelisch, sondern auch in Adventisten, Lutheraner, Baptisten und andere Glaubensabspaltungen. Eine Ursache dafür ist die Christianisierung durch die Briten, die die anglikanische Kirche eingeführt haben, damit aber auch gleichzeitig den Katholizismus. Anglikanische Kirchen lassen sich ebenfalls sehr oft in Hongkong finden.

Neben dem christlichen Glauben herrscht bei den Einwohnern in Hongkong vor allem eine konfuzianische bzw. auch buddhistische Weltanschauung. Dies kommt durch die zahlreichen Tempel zum Ausdruck, die stets sehr gut besucht sind. Der bedeutendste buddhistische Tempel ist der Zehntausend Buddhatempel in Shatin. Dieser Tempel wurde auf einem Hügel erbaut und beherbergt über 12.000 kleine Buddhas. Neben dem 10.000 Buddha Tempel gibt es weitere bedeutende Tempel wie den Man-Mo Tempel, der den taoistischen Göttern der Literatur und der martialen Kunst gewidmet ist, den Tin-Hau Tempel (Kowloon), der den Seefahrern geweiht ist und den Won-Tai-Sin Tempel (Kowloon Nähe Mong Kok). Letzterer ist wegen seiner ihm nachgesagten Wunderheilkräfte der meistbesuchte Tempel. Auf Lantau findet man schließlich den weltweit größten sitzenden Buddha im Po-Lin Kloster. Ferner gibt es in Hongkong auch eine islamische Kultur. Die größte und bedeutendste Moschee liegt gleich neben dem Kowloon Park in Tsim Sha Tsui. Auch kleine Hindutempel für die über 90.000 Hindus in Hongkongs Gesellschaft lassen sich in Tsim Sha Tsui finden.

Medien: Zeitungen und Fernseh-Kultur

Die Medienlandschaft in Hongkongs Kultur ist vielfältig und einseitig zugleich. Die Vielfalt können Sie an jeder Ecke in Hongkong sehen, an dem es einen offenen Zeitungskiosk gibt. Neben Frauenmagazinen und Wirtschaftsmagazinen gibt es auch verschiedenste Tagespresse und andere bunte Blätter mit mehr oder weniger glaubwürdigen Inhalten. Obwohl in Hongkong laut Grundgesetz Pressefreiheit herrscht, wird es dennoch nicht gern gesehen, wenn zu kritisch über das Mutterland China berichtet wird: vor allem über die idealistischen Ziele der Volksrepublik und über Taiwan.

In der Vergangenheit sind bereits zahlreiche kleinere Zeitungen wegen allzu kritischer Berichterstattung quasi zum Schließen gezwungen worden. Wie in europäischen Ländern auch beherrschen wenige Großverleger den Medienmarkt in Hongkong. Daher richten sich die Inhalte mehr nach dem Geschmack der Leute und nach finanziellen, weniger nach journalistischen Gesichtspunkten. Sehr beliebt sind Magazine mit vielen Paparazzi-Fotos von Stars aus Hongkong, die irgendwo baden oder im Restaurant essen. Diese Zeitungen oder Magazine werden auch „Neugierige Magazine" genannt.

Der Großteil der Tagespresse orientiert sich ebenfalls nicht so sehr am Weltgeschehen, sondern setzt eher auf Mord und Totschlag als Themen. Sehr beliebt sind die Zeitungen Sing Tao, Apple Daily, Oriental Daily, Ming Pao und andere Regenbogenpresse. Im englischsprachigen Bereich ist die South China Morning Post die älteste und zugleich renommierteste Zeitung in Hongkong, die einigermaßen frei und ohne Regenbogenelemente berichtet. Auch viele Chinesen lesen die South China Morning Post. Neben der SCMP gibt es noch „The Standard", eine Mischung aus sachlich gut recherchierten Artikeln, Weltgeschehen, Wirtschaft und Regenbogen-Themen. Relativ einfach findet man in Hongkong auch ausländische Zeitungen und Magazine wie den Spiegel, Focus aber auch The Times Magazine, Economic Times und Financial Times. Für diese Medien muss allerdings bisweilen ein Aufpreis von über 100 Prozent gezahlt werden; zudem erhält man die jeweilige Ausgabe mit einem bis drei Tagen Verspätung.

Die Fernseh-Kultur ist ebenfalls mehr oder weniger einseitig und in privater Hand. Führend in Hongkong ist TV Pearl - neben einem englischsprachigen Sender gibt es zahlreiche chinesische Sender. Hauptattraktion sind die Soap-Operas am Nachmittag und Abend. Viele Dramen und Serien sind vorbildhaft für andere Fernsehstationen in Südostasien. In Hongkong gibt es neben Satellitenfernsehen seit einigen Jahren auch Broadband TV. Hiermit lassen sich über 140 Kanäle aus allen Ländern empfangen: einschließlich der Deutschen Welle, BBC, CNN und Discovery Channel. Der Großteil sind Sender vom Festland. Hongkong verfügt über mehr Radio- als Fernsehstationen. Es gibt Sender für junge Leute, aber auch das Klassikradio in Englisch, Nachrichten- oder Reportagensender. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.





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Der Islam ist Staatsreligion in Dubai und in den gesamten Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Wort Islam bedeutet wörtlich übersetzt undbdquoHingabe. Der Islam zählt wie das Christentum und das Judentum zu den monotheistischen Glaubensrichtungen Die Anhänger des Islam (Muslime) beten nur einen Gott - Allah - an. Zum Islam bekennen sich etwa 1,5 Milliarden Menschen weltweit. Damit ist der Islam...

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